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Therapie - Coaching - Beratung

 

Wann rede ich eigentlich von was? In meiner Erfahrung gibt es Unterschiede zwischen den Formen der Dienstleistung,  die sehr klar aber auch durchaus knifflig sein können.

 

Therapie - hier ist es relativ klar. Oder nicht? Im Rahmen meiner Tätigkeit als Heilpraktiker eingeschränkt für Psychotherapie, bewege ich mich einen großen Anteil meiner Zeit hier. Dementsprechend sehen meine Vereinbarungen/Verträge mit dem Klienten auch aus. Therapie wird dann nötig, wenn ein Krankheitswert vorliegt. Sehen Sie es mir nach wenn die Erklärungen hier kurz und möglichst leicht verständlich und dafür eventuell nicht 100% wissenschaftlich formuliert sind. Tränen während eines Coaching heißen zum Beispiel noch nicht: Gefährlich! Hier steht Therapie an. Nein Gefühle hat jeder - Gefühle müssen heraus und das ist auch gut so. Kommt es im Leben eines Klienten nun aber so oft vor, dass seine Gefühle, Gedanken und daraus resultierende Handlungen für ihn oder die Umgebung zu störenden Folgen (Auseinandersetzungen, Gewohnheiten, Ängsten, Zwängen etc.) für sein/ihr tägliches Leben führen, so sind Voraussetzungen für ein Störungsbild gegeben, das der Therapie bedarf. Eine Diagnose ist hier nötig und wird nach ICD10 gestellt. Vertrag und Rechnung finden so statt, dass (wenn Ihre private Kasse Anteile übernimmt) die Vorraussetzungen zur Kostenübernahme erfüllt werden.

 

Coaching - ist für viele die Vorstufe von Therapie - und das kann man von einem gewissen Blickwinkel auch so sehen: Gönne ich mir zur Bewältigung einer Herausforderung einen Coach, der mich unterstützt Dinge anders zu bewerten, mutig eine Herausforderung anzugehen, mein Selbstbewusstsein zu stärken.......gerate ich nicht in eine Niederlage-Situation. Der Erfolg stärkt mich, auch für andere Lebenslage und so weiter und so fort. 
Ein anderer sieht es aus der Richtung: Ich habe meine "Probleme" erkannt, bevor sie mich einschränken und richte mich aktiv in Vorsicht an einen Coach, der mir Techniken und Möglichkeiten aufzeigt. 
Ein weiterer Unterschied ist in meiner Welt, dass Verantwortlichkeit und "Hausaufgaben" zwischen den Terminen von Anfang an als wichtig angesehen werden - im Therapiebereich kommt das eventuell erst später. Die Eigenmotivation für ein Coaching ist oft mehr durch den Änderungswunsch als kreativem Vorgang, als aus massivem Leidensdruck zu sehen. Grundsätzlich gilt, wie schon oben angedacht: Je schwerer die persönliche psychosoziale Beeinträchtigung, desto eher ist von Therapie und nicht von Coaching zu sprechen. 

 

Beratung - ist der kleinste Teil meiner Tätigkeit zumindest in der Rein-Form, wie ich sie verstehe. Zum Beispiel ist im Rahmen eines Ernährungs-Coaching eine Beratung oft erforderlich, ganz schlicht um Wissen zu etablieren, damit der Coachee/Klient auf dessen Basis gute Entscheidungen treffen kann. Und hier liegt der Hund begraben, warum meiner Ansicht nach eine reine Beratung nicht Erfolgsbringer sein kann: Das reine Vermitteln von Wissen bringt den Betroffenen noch nicht in die Lage - anders zu reagieren. Übungen, Techniken und Alternativen sollten (ob Coaching oder Therapie) mit dem Klienten gemeinsam erarbeitet / aufgedeckt / gefunden werden, nur so identifiziert sich der mir Gegenüber auch mit den getroffenen Entscheidungen und zu gehenden Wegen. Die Basis legt in fast allen Fällen aber eben Wissen und dies wird im Rahmen von Beratung vermittelt.